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4 Fragen an Michael Pohlscheidt, Werkleiter von Biogen Luterbach

Michael Pohlscheidt ist seit Oktober 2017 Werkleiter von Biogen Luterbach und trägt damit die Verantwortung für die biopharmazeutische Produktionsanlage an diesem Standort. Der promovierte und habilitierte Ingenieur wechselte nach 13 Jahren Tätigkeit an verschiedenen Standorten für die Firma Roche in Europa, USA und Asien zu Biogen. Nach einer intensiven Bauphase steht die Überführung des Werks von der Projektphase in die Betriebsphase an. Neben der anstehenden Inbetriebnahme der Prozessanlage ist Michael Pohlscheidt für den Aufbau des Standortes und die Überführung in die Routineproduktion von Biopharmazeutika als Werkleiter zuständig. Michael Pohlscheidt ist 40 Jahre alt und stammt ursprünglich aus dem Raum Köln.

Was ist Ihre persönliche Motivation für die Arbeit bei Biogen?

Zu allererst fasziniert mich die Mission von Biogen – Pionier in der Neurowissenschaft zu sein. Ich möchte als Teil dieses tollen Teams bei Biogen einen kleinen, aber wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Leben von Patienten und ihren Angehörigen leisten. Wir stehen noch am Anfang von zahlreichen bedeutenden Durchbrüchen, welche die medizinische Landschaft entscheidend prägen werden. Gleichfalls reizt mich die Herausforderung, hier in Luterbach den Grundstein für eine der fortschrittlichsten biotechnologischen Produktionsanlagen zu legen und die Kultur von Anfang an mitzugestalten. Ich denke, dass ich aufgrund meiner Erfahrung gerade in diesen Bereichen unser Vorhaben exzellent vorantreiben kann.

Was ist die grösste Herausforderung in Ihrer Tätigkeit als Werkleiter?

Die Geschwindigkeit des Bau- und Projektfortschritts ist enorm und die Herausforderungen vielfältig. Jeden Tag stellen sich neue Fragen und man sieht täglich neue Gesichter. Bei all diesen Aktivitäten und manchmal stressigen Situation versuchen wir vor allem, den Grund unseres täglichen Strebens nicht aus den Augen zu verlieren: In wenigen Jahren möchten wir von Luterbach aus über eine Million Menschen mit Medikamenten versorgen. Um diese Mission realisieren zu können, müssen wir stets den Überblick bewahren und uns auf die Prioritäten fokussieren. Sicherlich eine positive Herausforderung stellt die Koordination des Wachstums dar: Einerseits bauen wir einen Standort zur Produktion von innovativen Biopharmazeutika auf, andererseits sind wir noch immer eine Baustelle und müssen versuchen, den Balanceakt zwischen Projektfortschritt und einem nachhaltigen Aufbau der Produktionsanlage perfekt zu meistern.

Was ist bei Biogen in Luterbach anders als bei anderen Firmen, für die Sie gearbeitet haben?

Nun, gleich ist sicherlich, dass wir den Patienten im Fokus unseres Strebens haben und ich hier, wie auch bei allen anderen Firmen, sehr glücklich und zufrieden bin. Bei Biogen und insbesondere in Luterbach stellen sich aber andere Herausforderungen als bei grossen Pharmaunternehmen – diese wirken sich direkt auch auf die Kultur und den Spirit aus: Um die angestrebten Durchbrüche in der Neurowissenschaft zu erreichen, müssen wir täglich Pionierarbeit leisten. Manche Geschäftsprozesse sind nicht so strukturiert und das Unternehmen ist eher unbürokratisch. Ich bin stolz, dass es uns gelungen ist, auch hier in Solothurn ein familiäres Umfeld mit flachen Hierarchien geschaffen zu haben um Offenheit, Mut zum Risiko und damit die Innovationskraft hier in Luterbach zu fördern. Insgesamt machen wir hier wohl einfach Dinge, die vielleicht in grösseren Unternehmen nicht möglich wären – das macht ausserordentlich Spass und liegt mir!

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass wir unsere Kultur und unsere Werte «care deeply, work fearlessly, change lives» weiterhin so ausgeprägt leben und weiterentwickeln können. Denn nur so können wir die Produktionsanlage erfolgreich in Betrieb nehmen und ab 2020 über eine Million Patienten versorgen. Eine Grundvoraussetzung sind hier neben vielen Dingen vor allem engagierte Mitarbeiter, welche einen sicheren Arbeitsplatz vorfinden – hier haben wir herausragende Leistungen und Ansätze, die wir in den kommenden Jahren bestätigen und weiterverbessern müssen. Aber jeder Erfolg kommt in kleinen Schritten. Mit Blick auf die Region wünsche ich mir deshalb vor allem auch, dass unser «Care Deeply Day» im September, an dem sich Biogen-Mitarbeiter in der Region Solothurn sozial engagieren, ein Erfolg wird und wir als regionaler Partner weiterhin Arbeitsplätze und Mehrwert schaffen können.