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4 Fragen an Rico Domenig, Werkleiter a.i. von Biogen Luterbach

Rico Domenig arbeitet seit fast vier Jahren für Biogen. Er startete als Head International Facilities in Luterbach, seit Oktober 2019 arbeitete er als Head Facility & Maintenance Operations. Im November 2019 hat er die Leitung einer der weltweit modernsten biopharmazeutischen Produktionsanlagen in Luterbach interimistisch von Michael Pohlscheidt übernommen. Nach einer intensiven Bauphase arbeiten er und sein Team in Luterbach mit Hochdruck auf die gesetzlich vorgeschriebene Qualifizierung und Validierung hin, um die Zulassung der Produktionsanlage durch Swissmedic zu erreichen. 2020 steht die Überführung des Werks von der Projektphase in die Betriebsphase an.

Ein ereignisreiches Jahr geht für den Produktionsstandort in Luterbach zu Ende. Wenn Sie auf 2019 zurückblicken, was hat Sie am meisten beeindruckt?

Der Umgang mit der Komplexität und der Vernetzung und die Fokussierung des gesamten Teams auf den Erfolg. Die Bauphase ist im Wesentlichen abgeschlossen, die Inbetriebnahmen zum Grossteil beendet, die Gebäude übernommen und die ersten Testläufe produziert. Es ist beeindruckend, wie unser Team dabei die vielen Abhängigkeiten erfolgreich gemeistert hat. Möglich war dies nur durch fokussierte Mitarbeiter, die Unterstützung unserer Partner und der Behörden sowie unserer Motivation basierend auf dem Wissen, dass die Patienten auf unsere Produkte warten.

Was war für Sie 2019 die grösste Herausforderung?

Es war die Unsicherheit, wie es weiter gehen wird. Die negativen Mitteilungen bezüglich Aducanumab im März 2019 waren ein harter Schlag für die Patienten, für die Gesellschaft, aber auch für das ganze Team und haben kurz zu einer Sinnfrage geführt. Mit der Mitteilung, dass für Aducanumab nun in den USA die Marktzulassung beantragt wird, hat sich die Ausgangslage jedoch geändert. Wir haben unser Ziel ganz klar vor Augen: Wir müssen eine zügige Registrierung der Anlage und, sobald die Zulassung vorliegt, die Versorgung der Patienten mit Aducanumab sicherstellen. Eine Herausforderung, die sich zu erfüllen lohnt.

Was wünschen Sie sich für das nächste Jahr – auch in Bezug auf Ihre neue Aufgabe?

Den Erfolg für das ganze Team als Lohn für die grossartige Arbeit, die an diesem einzigartigen Projekt geleistet wurde. Es ist meine erste Priorität, gemeinsam mit dem Führungsteam und allen Mitarbeitenden sicherzustellen, dass unser ehrgeiziger Plan hinsichtlich der Prozessleistungsüberprüfung (PPQ) und der Inspektion durch Swissmedic erfüllt wird. Nur dann haben wir unsere Mission wirklich erfüllt.

Was ist Ihre persönliche Motivation für die Arbeit bei Biogen?

Es motiviert mich, täglich meinen Beitrag zu unserem einzigartigen Projekt zu leisten. Wenn ich mich zurückerinnere an meinen ersten Arbeitstag, war da nur ein Baufeld. Es erfüllt mich mit Stolz, wenn ich heute sehe, was wir in der Zwischenzeit alles erreicht haben. Zudem sind wir uns alle bewusst, dass wir eine grosse Hoffnung für viele Patienten sind – sie warten auf unsere Produkte und wir spielen eine wesentliche Rolle, um ihnen den Zugang dazu zu ermöglichen. All dies motiviert mich und treibt mich an, auch über meine Grenzen hinaus zu gehen.